Gedöns

Wie es wirklich in einem aussieht, das weiß keiner. Manchmal weiß man das noch nicht mal selber. Ich meine, sicher, man weiß, wie es sich anfühlt, doch kann man es nicht in Worte fassen. Man kann dafür keine Adjektive finden, die den Zustand beschreiben. Wie will man denn auch „glücklich“, „traurig“, „unzufrieden“, „verloren“ und all das genau beschreiben. Man kann nur eben jene Adjektive verwenden und hoffen, dass dadurch verstanden wird, wie man sich fühlt. Doch ist es meistens eher ein Gemisch aus Gefühlen, was einen ausfühlt. Vielleicht ist man glücklich, aber unzufrieden, oder traurig auf eine angenehme Art und Weise. Wie soll man einem anderen Menschen das beschreiben? Die einfachste Art wäre einfach zu sagen „Hey, lass mal kurz Plätze tauschen! Dann kannst du mal sehen, wie sich das anfühlt. Nur für ein paar Sekunden!“, dann spart man sich die Wortnot. Aber so einfach ist es nicht. So einfach war es noch nie. Und so einfach wird es auch niemals sein.

Als ich damals auf die Welt kam, war alles neu, alles toll, da war die Mama, der Papa, meine Schwester. Man hat sich als Baby alles angeschaut, wenn irgendwas nicht so war, wie wir es wollten, dann haben wir geschrieen. Eine ganz einfache Darstellung der Bedürfnisse. Will ich nicht. Schrei. Doch je älter man wird, desto mehr verfällt die einfache Welt. Alles wird größer, komplizierter, schwerer, irgendwie anders und manchmal doch genauso unverständlich wie damals, als wir das erste Mal die Augen aufgemacht haben und um uns geschaut haben, nur um zu denken, „Mensch, wo bin ich denn hier gelandet? Raus aus der Wärme… Hier ist es kalt.“ Irgendwie wussten wir schon damals, irgendwas ist hier falsch. Irgendwie gehör ich hier nicht hin.

Im Laufe der Jahre haben wir uns aber eingewöhnt. Wir sind es nun gewöhnt, morgens irgendwann aufzuwachen (oder geweckt zu werden), abends schlafen zu gehen, zu essen, zu atmen, zu trinken und als Resultat dessen sind wir es gewöhnt zu leben. Die einen mehr und die anderen minder zufrieden. Recht kann man es sowieso niemandem machen. Die einen haben einen Weg eingeschlagen, der daraus besteht in einem Einheitsbrei zu leben, nichts Besonderes zu machen, nicht besonders zu sein und auch nicht besonders zu leben. Eben einfach nur so vor sich hin zu leben, aber das ziemlich glücklich. Das geht vom Prinzip her ganz einfach: Sei einfach glücklich mit dem, was du hast. Punkt. Vom Prinzip her…

Da gibt es dann aber noch diese andere Art beziehungsweise Gattung der Menschen. Jene, die eben nicht mit dem Leben zufrieden sind, jene, die ihre Suche nach dem Glück noch nicht abgeschlossen haben. Das sind jene, die einfach keine Lust auf den Einheitsbrei hatten, die sich gesagt haben, hey, ich werde etwas besonderes, ich werde was anderes, ich werde ich selbst. Sich selbst zu sein, ist gar nicht so einfach. Manche werden sagen, sicher bin ich ich, oder sehe ich aus wie etwas anderes? Jene, die wirklich sich selbst sind, können dies nur belächeln. Der Weg anders zu sein als andere ist der steinigste Weg, der schwerste, der komplizierteste und vor allem der schmerzlichste.

Wieso schmerzlich werden die Unwissenden fragen. Nun, ganz einfach. Jeder, der diesen Weg geht, hat in seinem Leben sicherlich mehr als einmal Staub gefressen. Nicht nur ein bisschen, manchmal vielleicht ganze LKW-Ladungen voll. Und im besten Falle sogar etwas draus gelernt. So sollte es zumindest sein. Denn die Erfahrungen, die man dadurch macht, die bilden den Charakter, die Stärke eben jenes. Und die Erfahrungen sind nicht nur schöner Natur. Man wird vielleicht ausgegrenzt, weil man anders ist, komplizierter ist. Man bekommt vielleicht mehr Hürden in den Weg gestellt als manch anderer, der mit dem Strom schwimmt. Vielleicht muss man aber auch erstmal ganz von vorne anfangen und lernen, mit sich selbst zu leben. Das klingt auch wieder sehr leicht, weil, man ist ja immer mit sich unterwegs so. Man lebt also quasi ja schon mit sich selbst. Was ich aber mit „sich selbst leben“ meine, ist, dass man sich morgens im Spiegel in die Augen gucken kann und sich für nichts schämt, was man tut, hinter dem steht, was man sagt, es aushält, alleine mit sich auszukommen, ohne sich in tiefste innere Diskussionen zu stürzen. Dies ist der schwerste Teil. Sich selbst zu finden.

 

Vielleicht kamen einige derer, die das hier lesen, auch schon mal ins Grübeln, als sie einfach nebensächlicher Weise gefragt wurden „Und, wer bist du?“. Na klar nennt man da erstmal seinen Namen. Aber einmal im Ernst, was sagt schon der Name da drüber aus, was man ist? Wer hat sich mal genau über dies Gedanken gemacht? Ist es nicht genau das, was man erst raus finden muss, wer man ist?

Ich finde die Frage äußerst heikel. Man kann sagen, ich bin ich. Okay, Treffer, mitten ins Schwarze. Aber wer ist denn „ich“? Wer „bist“ du denn? Wer bist du wirklich? Ich finde, wenn man diese Frage genau betrachtet, wird es nicht mehr sehr angenehm.

Was man darstellt oder versucht darzustellen ist da viel einfacher zu sagen. Manche Menschen bezeichnen sich als Hiphopper, Punks, Metalheads, Electros, Gothics, Ökos und was es auch sonst noch alles so gibt. Man kann sagen, ich bin links, rechts, konservativ, liberal, ich bin Mainstreamer, ich bin einer aus einer Randgruppe, ich bin irgendwas tolles. Man kann viel sagen. Doch es beantwortet nicht die Frage.

by Mrs. Strange

9.7.07 00:17, kommentieren

by Mr. Strange

The war inside me

There grows a feeling, deep inside me
and there will be one day I will let it free!
It’s an unquenchable desire and an appetent greed,
It’s a breakup for all and an unshakeable creed!
It’s a newborn hate as old as life himself,
It’s a never-ending cycle but its end in itself!
It will be pure evil and it will be loud,
It will dedicate to war and the day it break out…

…I will have no mercy, I will show no fear,
I will make no prisoners and I will cry no tear!
I will fight with glory; I will triumph with pride,
I will be the greatest with the war gods at my side!

Refrain:
The war inside me,
comes over all thee!
The war inside me,
is what I like to be!

Can you feel the heat, growing deep in me?
It will blame your death faster as you can see!
It’s the mother of anger and the father of hate,
you can try to escape but soon it will be too late!
There will be no place, where you can be safe,
It will be exploding and you’ll be in the pressure wave!
It will be pure evil and it will be loud,
It will dedicate to war and the day it break out…

…I will have no mercy, I will show no fear,
I will make no prisoners and I will cry no tear!
I will fight with glory; I will triumph with pride,
I will be the greatest with the war gods at my side!

Refrain:
The war inside me,
comes over all thee!
The war inside me,
is what I like to be!

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